Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung

Solidarität mit Flutopfern

Die Bewohnerinnen und Bewohner, die im Herz-Jesu-Haus den Bewohnerbeirat bilden, waren sehr betroffen von den schlimmen Geschehnissen im Ahrtal.

„Wir wissen, wie schrecklich das Hochwasser sein kann: 1993 waren wir in Kühr selbst so sehr betroffen!“ so Renate Büttner, Vorsitzende des Bewohnerbeirates. Die Katastrophe im Ahrtal allerdings war noch wesentlich schlimmer.

Auch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Sinzig wurde durch die Fluten der Ahr im Juli zerstört. „Ich kenne die Werkstatt, weil wir bei einem Turnier von Special Olympics dort waren!“ äußerte Büttner und erinnert sich an sportliche Erlebnisse und schöne Begegnungen. Die Vorstellung, dass nun alles dort zerstört ist, macht traurig.

Spontan entstand die Idee, eine Sammlung bei den Bewohnerinnen und Bewohnern zu organisieren. Der Beirat fertigte ein Plakat und stellte eine Spendendose auf. Diese musste bereits nach wenigen Tagen geleert werden, weil nichts mehr herein passte! Die Spendenbereitschaft war groß, so dass am Ende 1655,46 Euro zusammen kamen. „Das ist eine tolle Summe!“ freut sich Schriftführerin Elisabeth Fellecke.

„Wir freuen uns, dass Bewohnerinnen und Bewohner so viel Solidarität beweisen und die Menschen an der Ahr unterstützen wollen.“ stellt Geschäftsführerin Claudia Schönershoven fest. Deswegen hat sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Helmut Boos den gespendeten Betrag gern verdoppelt. „Die Menschen an der Ahr mussten viele Verluste hinnehmen. Besonders betroffen machen uns nach wie vor die Todesfälle im Wohnheim der Lebenshilfe. Wir wünschen den Menschen an der Ahr, dass sie bald wieder Zukunftsperspektiven haben. Die Arbeit in der Werkstatt ist für viele Menschen mit Behinderung ein ganz wesentlicher Punkt hierbei.“

Der Bewohnerbeirat im Herz-Jesu-Haus besteht aus insgesamt sieben Personen und trifft sich regelmäßig zur Abstimmung und Beratung. Unterstützung erhalten die Teilnehmer von ihrer Assistenz, der Heilpädagogin Monika Michel. Gemeinsam überlegen sie schon, wie sie weiter den Menschen an der Ahr helfen können.