Für viele ist die Einrichtung nicht nur ein Wohnort, ein Gebäude, das Schutz und Privatsphäre bietet, sondern ein fürsorgliches Zuhause geworden. Als sie damals im Herz-Jesu-Haus einzogen, sah „die Welt“ noch ganz anders aus. Menschen mit geistiger Behinderung hatten wenig Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe und Inklusion war längst kein selbstverständlicher Begriff. Umso bedeutungsvoller ist es, zurückzublicken und zu sehen, wie sich die Wege zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe entwickelt haben. Gemeinsam feierten die Klientinnen und Klienten diese persönlichen und besonderen Jubiläen mit einem festlichen Gottesdienst in der von Pfarrer Peter liebevoll geschmückten Kirche. Zusammen mit Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden, Mitarbeitenden sowie Gästen aus nah und fern entstanden bewegende Momente des Dankes und der Verbundenheit. Anja Vollrath, Einrichtungsleitung, richtete persönliche Worte an die Gefeierten und würdigte ihre Lebenswege. „Jedes einzelne Jubiläum erzählt von Zeit. Von gemeinsamen Wegen und von vielen kleinen und großen Momenten, die unser Haus geprägt haben. Hier entsteht Gemeinschaft nicht nebenbei, sondern jeden Tag neu. Es berührt zu sehen, wie viel Vertrauen, Wärme und Verbundenheit über die Jahre gewachsen ist.“ Im Anschluss gestaltete jede und jeder seine ganz eigene Feier: bei gutem Essen mit eingeladenen Gästen, bei Sonnenschein, Kaffee und Kuchen – so individuell wie die Menschen selbst. Diese Jubiläen erinnern uns daran, was wirklich zählt: ein Zuhause zu haben, gesehen zu werden und Teil einer Gemeinschaft zu sein.

