Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung

Einweihung nach zweijähriger Bauzeit

Nach zweijähriger Bauzeit konnte nun das Theresienhaus, ein großes Wohngebäude im Herz-Jesu-Haus Kühr eingeweiht werden. Aufgrund der Pandemie fand die Einweihung in kleinem Rahmen und unter besonderen Schutzbedingungen statt.

„Das war wie eine Operation am offenen Herzen!“ so fasst Helmut Boos, der als Kaufmännischer Leiter verantwortlich für das Bauwesen ist, die Renovierungsarbeiten zusammen. In dem Gebäude aus den 1980er wurden insgesamt 44 Wohnplätze für Menschen mit geistiger Behinderung geschaffen. Da sich das Gebäude auf dem Campus der Einrichtung in Niederfell befindet, musste der Baustellenverkehr so umgeleitet werden, dass der Campus weiterhin als Pausenhof für die Schule oder als Aufenthaltsmöglichkeit für die Bewohner zu nutzen war. „Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass das Theresienhaus schon vorab als Wohngebäude genutzt war und wir für die fast 60 Bewohner Alternativen finden mussten.“ beschreibt Boos. Und seine Kollegin, die Pädagogische Leiterin Claudia Schönershoven ergänzt: „Wir sind sehr dankbar, dass unser Gesellschafter, die Ordensgemeinschaft, uns hier noch einmal unterstützt hat und Ausweich-Räume zur Verfügung gestellt hat.“ Trotzdem mussten die Arbeiten in zwei Bauabschnitten erfolgen, da zwei Wohngruppen durchgehend in dem Haus verbleiben mussten. „Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die daran mitgewirkt haben, dass die Bewohner nun wieder ein schönes Zuhause haben!“ 

Entstanden sind 44 Wohnplätze, die meisten davon als Einzelzimmer, mit eigenem Bad. In insgesamt vier Wohngemeinschaften leben nun Personen, die zusätzlich zu den kognitiven Einschränkungen einen besonderen Bedarf an barrierefreiem Wohnraum haben. Renate Büttner, die Vorsitzende des Bewohnerbeirates, hat sich den Umbau bereits in der Renovierungsphase angesehen. Sie lobt: „Das ist toll, dass die Duschen ebenerdig sind. Hier kommt man auch im Rollstuhl gut zurecht!“ Bei der Gestaltung der hellen und offenen Gemeinschaftsräume wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass die Menschen sich wohlfühlen. Eine Neuerung, die bereits dankbar angenommen wurde, sind die Balkone, die das Wohnzimmer jeder Wohngemeinschaft vergrößern und einen herrlichen Blick auf die Mosel ermöglichen. 

Bei der Einweihung spendete Pfarrer Peter Adamski allen Bewohnerinnen und Bewohnern den Segen und wünschte ein friedvolles und glückliches Zusammenleben. Dem schloss sich Hausoberin Sr. Radegundis an, die jeder Wohngemeinschaft ein Holzkreuz als Zeichen der Verbundenheit schenkte. Mitarbeiterinnen und Bewohnerinnen ließen den Abend bei einem gemütlichen Pizza-Essen miteinander ausklingen.