Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung

Klient/innen und Musikverein Löf erobern die Herzen bei „So klingt Inklusion“!

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit freuten sich die Klientinnen und Klienten sowie die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Löf auf ein Konzert der ganz besonderen Art:

„So klingt Inklusion“ lautete das etablierte Motto des gemeinsamen Musizierens.

Da die Sonne sich hinter dicken Regenwolken versteckte wurde das ursprünglich als Open-Air geplante Event in die große Kirche verlegt, die schnell bis auf den letzten Platz gefüllt war. Den Auftakt in das umfangreiche Programm meisterte das Vororchester des Musikvereins Löfs unter der Leitung von Louis Jung mit dem „Coconut Song“ bravourös und erntete mit dem letzten Stück „We will rock you“ einen Riesenapplaus. Das Jugendorchester mit Dirigent Thorsten Krause glänzte mit einem breiten Repertoire, das tatkräftig von einer besonderen Rhythmusgruppe unterstützt wurde – nämlich von 15 musikbegeisterten Klientinnen und Klienten, die nicht nur mit den üblichen Percussion-Instrumenten taktsicher für einen vollen Klang sorgten, sondern auch riesige umgestülpte Regentonnen beim „Wellerman“ als Schlagwerk eingesetzt haben. Nach einem Feuerwerk aus keltischen Klängen, beschwingtem Boogie, aktuellen Pop-Hits und einem rockigen Schlagzeugsolo in „Shake it off“ beendete das Jugendorchester seinen Part auch musikalisch mit dem Titel „Firework“. Für einen weiteren berührenden Moment sorgte der 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz Pascal Badziong mit der Verleihung einer außergewöhnlichen Auszeichnung. Stellvertretend für die Initiative „Hier klingt’s mir gut“ überreichte er das gleichnamige Prädikat für besonderes musikalisches Engagement und für gelebte Inklusion und damit für den wichtigen Beitrag zu einer Gemeinschaft, in der alle dazugehören. Dies stimmte Petrus wohl gnädig, sodass der Regen verebbte und nach einem kurzen Umbau mit Verlegung der Veranstaltung in den Innenhof nun die „Spätlesen“ mit „Hot Stuff“ ihr Programm eröffneten. Leider setzte der Regen wieder ein, doch die Klientinnen und Klienten waren mit so viel Freude und Energie mit Percussion, bunten Kunststoffrohren und den großen Tonnen zu „Sweet Caroline“ oder der „Vogelwiese“ in ihrem Element, dass sie sich davon nicht stören ließen. Und als Manfred Höger, musikalischer Leiter der „Spätlesen“, die Zugabe „Heal the World“ anstimmte, zeigte sich tatsächlich ein Stück blauer Himmel genau -und nur da- über dem Innenhof. Nein, den „Farbfilm“ hatte hier niemand vergessen, denn es war von Anfang bis Ende ein buntes und fröhliches Konzert, dessen Rahmen durch den Förderverein des Herz-Jesu-Hauses Kühr mit dem Vorsitzenden Paul Kreutz toll organisiert war.Anja Mönch, Geschäftsführerin der Einrichtung, fand wie immer die passenden Worte für dieses ganz besondere Projekt: „Inklusion bedeutet gleichberechtigte uneingeschränkte Teilhabe am sozialen Leben“ – um es mit Musik zu sagen: Hier klingt´s mir gut!